22.07.2020

MIETERSACHEN im ARTmax

Das hoch innovative IT-Unternehmen namens velian GmbH mit dem Sitz in Braunschweig, ist seit 2014 bei uns Mieter. Wir trafen uns mit Christian Nolte, Geschäftsführer velian GmbH, zum Thema Softwareentwicklung, Qualitätssicherung und Prozessoptimierung.

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MIETERSACHEN im ARTmax

Christian Nolte, Geschäftsführer velian GmbH im Interview

Das hoch innovative IT-Unternehmen namens velian GmbH mit dem Sitz in Braunschweig, ARTmax ist seit 2014 bei uns Mieter. velian GmbH hilft Unternehmen dabei Prozesse digital in Form von Checklisten abzubilden und ist dabei immer am Puls der Zeit. Zum Beispiel als Vorreiter in der Nutzung  von agilen Projektmanagement-Methoden (SCRUM) oder dem Adaptieren von sogenannten NEW WORK-Konzepten wie Holakratie.  Wir trafen uns mit Christian Nolte, Geschäftsführer velian GmbH, zum Thema Softwareentwicklung, Qualitätssicherung und Prozessoptimierung. 

Erzählen Sie uns von Ihnen und dem Konzept von ihrem Unternehmen velian GmbH? 

Unser Kerngeschäft ist ALHPAPROCESS (https://alphaprocess.io) – eine App und Cloud-Anwendung um Prozesse ganz einfach, aber revisionssicher, digital abzubilden. Das geht von Mitarbeiter-Schulungen, über Arbeitssicherheitsbelehrungen, bis hin zu aufwändigen Qualitäts-Checks mit digitaler Unterschrift in der Industrie. Damit ermöglichen wir Unternehmern enormen Spielraum für das Skalieren Ihres Unternehmens und den Mitarbeitern eine stark vereinfachte Arbeitsweise. Zum Beispiel erzeugt die Möglichkeit Abnahmeprotokolle auf dem Smartphone zu diktieren eine hohe Begeisterung. Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Unternehmer ist glücklich und seine Mitarbeiter sind es auch. Wir entwickeln und betreiben die App vollständig selbst und bieten natürlich auch die Dienstleistung zum integrieren individueller Prozesse für unsere Kunden, die u.a. aus der Immobilien und Baubranche kommen, an.
velian selbst ist schon seit Gründung im Jahr 2007 durch mich vorangetrieben sehr innovativ unterwegs. Wir sind in der Region eines der ersten Unternehmen, die vollständig auf agile Projektmanagement-Methoden wie Scrum umgestellt hatten und in 2015 eine sog. New Work Arbeitsweise  (Holakratie) über 1,5 Jahre im täglichen Einsatz ausprobiert haben. Dieses Wissen geben wir natürlich auch in Form von Beratung an unsere Kunden gerne weiter.

Wie würden Sie Ihre Kunden beschreiben, die Ihre Expertise in Anspruch nehmen? An welchem Punkt befinden sie sich auf dem Weg zur Prozessoptimierung? 

Wir haben bewusst Wert darauf gelegt mit unserer Marketing-Präsenz Kunden anzuziehen, die aktuell starken Bedarf an einer digitalen Lösung für die Aufgaben und Prozessverwaltung suchen. Unsere Kunden kommen aus unterschiedlichen Branchen – auch das ist gewollt – wir haben aus der DACHL-Region sowohl kleine als auch mittelständische Kunden aus der Instandhaltung, Handwerk, Immobilienbranche, Lebensmittel, Elektroinstallation bis hin zu Beratungsunternehmen gewinnen können.
Die meisten unserer Kunden stehen tatsächlich am Anfang ihres Weges – viele jedoch haben schon Papier-Prozesse oder Excel-Tabellen oder auch digitale Todo-Listen.
Unsere Kunden sind durchweg begeistert von der Erreichbarkeit und Hilfsbereitschaft unseres Service-Teams und auch davon, dass wir als kleines Unternehmen eben sehr schnell auch auf kleinere Sonderwünsche eingehen können – eben wirklich agil. Als echte Software as a Service Firma betreiben wir unsere Anwendung nach DSGVO-Richtlinien in Deutschland. Im Gegensatz zu den Big Playern am Markt.

Hatten Sie beim Konzept von velian von Anfang an einen breiten Kundenstamm gedacht  oder gab es Schlüsselmomente die zur Unternehmensaufstellung geführt haben?

Ursprünglich kommen wir aus dem reinen IT-Projektgeschäft und haben für Großkunden wie Airbus, Siemens und den großen Automotive OEM in diversen Projekten individuelle Software erschaffen. Diese ist zum Teil weltweit im Einsatz.

Ein Schlüsselmoment war für uns der Abgasskandal und die sich ändernde Marktsituation und der dabei einhergehende Wunsch ein eigenes Produkt zu vermarkten. Das haben wir nun in 2019 erstmals erreicht.

Durch unsere schnelle, agile Arbeitsweise haben wir unsere erste Produktversion von ALPHAPROCESS im Mai 2019 in die Vermarktung gegeben – schnell kam erstes Feedback von interessierten Personen. Wir haben damals schon vollständig auf Online-Live-Demos (Produktpräsentationen) gesetzt, die wir 1:1 durchgeführt haben – also direkt mit dem Interessenten. Dadurch konnten wir immens viel über unsere Zielgruppe und deren Wünsche lernen und haben so von Woche zu Woche die Anwendung immer weiter geschärft und tun das immer noch.

Was mich sehr freut, ist die Tatsache, dass alles, was wir durch die modernen Methoden wie Scrum usw. selbst gelernt hatten nun für uns voll wirksam ist und uns bei der Softwareentwicklung sehr weiterhilft.Auch können wir mittlerweile Entwicklungsleistungen sehr einfach, weltweit Outsourcen. Was für uns als kleine Firma sehr sehr wichtig ist.
 

Welche Chancen sehen Sie bei der Implementierung einer neuen Anwendungssoftware  und welche besonderen Herausforderungen gibt es bei dennoch bei Ihren Projekten?

Die größten Chancen für unsere Kunden liegen klar auf der Hand: Es wird eine große Menge an Zeit gespart – offensichtlich natürlich schon beim Verwenden der digitalen Checklisten, aber noch viel mehr bei regelmäßig stattfindenden Audits – denn hier können Prüfer sehr einfach Zugriff auf die aktuellen Stände erhalten. Ein unschätzbarer Wert. Darüber hinaus werden Fehler in Prozessabläufen sehr früh erkannt. Das spart etwa den Faktor 10 an Fehlerbeseitigungs-Kosten ein.
Für uns ist die Produktentwicklung natürlich ein hohes Risiko gewesen: Doch durch einen Markttest mit einer sehr einfachen, rudimentären Version konnten wir sicher sein, dass wir den Bedarf des Markts treffen konnten. Die größte Herausforderung ist natürlich mit der Dominanz der großen Unternehmen gegen die wir durchaus konkurrieren Schritt halten zu können. Dort wird natürlich mit ganz anderen Budgets operiert.
Doch das machen wir durch unsere agile Arbeitsweise mehr als wett. Auch darf man bei solchen Vorhaben den nötigen Invest nicht unterschätzen – insbesondere einen klar strukturierten Vertriebsprozess der hoch optimiert ist muss es in jedem Fall geben. Glücklicherweise haben wir darauf sehr früh geachtet. Dann ist es nur noch „fleißarbeit“.

Wie wichtig ist der Faktor Mensch bei einer Softwareentwicklung?   

Der Faktor Mensch ist für mich der wichtigste Faktor überhaupt. So gesehen erstellen Softwareentwickler eigentlich „Emotions-Maschinen“. Man kann Software durchaus abgrundtief hassen – aber auch als sehr nützlich und hilfreich empfinden. Letzteres ist natürlich das Ziel. Aber Softwareentwickler sind oftmals weit weg von der direkten Erfahrung des Nutzers und dessen Emotion. Freude zu bereiten durch eine schlaue und hilfreiche Software-Lösung – das ist unser Anspruch. Das geht, indem das Feedback der Anwender schnell wieder zum Entwickler zurückfließt.
Die große Sorge ist es oft, dass durch Software Arbeit überflüssig wird – doch es ist viel mehr so, dass enorme Freiräume für Neues entstehen und lästige, repetitive Arbeit vermieden wird. Das steigert letztlich die Produktivität und oft gleichzeitig auch die Zufriedenheit der Nutzer.
Zu guter Letzt wird Software von Menschen entwickelt – hier weltweite Kollaboration zu erleben ist für mich ebenfalls eine große Freude.

Holen Sie sich sich Wissenswertes rund um Produktivitäts- und Effektivitäts-Hacks für Unternehmer direkt auf die Ohren. Auf Apple Podcast und Spotify https://christiannolte.buzzsproud.com

 

 


ARTmax Immobilien Business gehören zu den top Anbietern für Gewerbeimmobilien im Großraum Braunschweig und Berlin. Unser Team, aus ausgebildeten Immobilienexperten, berät seit Jahren gewerbliche und private Kunden in allen Vermietungs- und Verwaltungsanliegen.

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