08.01.2020

Büromarktbericht. Impulsgeber für Projekte in der Region

Der Braunschweiger Büromarktbericht als wichtiges Instrument für Eigentümern, Marktakteuren und Institutionen. Stephan Lechelt ist Fachmann für Spezialimmobilien, Kenner des Büromarktes in Braunschweig und Herausgeber des Büromarktberichtes Braunschweig.

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Dipl.-Ing. Stephan Lechelt Geschäftsführer und Experte für Spezialimmobilien im Interview

Altmeppen Gesellschaft für Immobilienbewertung und -beratung mbH

Was ist der Büromarktbericht? 

Unser Büroimmobilienmarktbericht ist die umfassende Darstellung des Büromarktes in Braunschweig mit all seinen charakteristischen Gegebenheiten und Entwicklungen. Er basiert auf einer Primärdatenerhebung von über 1.400 Immobilien mit Büroflächen im Stadtgebiet und deckt die Angebotsseite nahezu vollständig ab. Alle Daten, wie z. B. Mieten und Leerstände, werden objektgenau erhoben und somit auch den sieben Teilmärkten zugeordnet. Durch die jährliche Fortschreibung können wir den Lesern die zeitlichen Entwicklungen aufbereiten. Darüber hinaus stellen wir in jedem Jahr einen anderen Aspekt des Braunschweiger Büromarktes konkret vor. In diesem Jahr war es der Central Business District (CBD) südlich des Europaplatzes. Schlussendlich bietet der Büromarktbericht die Transparenz, um den Marktakteuren ein erfolgreiches Handeln zu ermöglichen.

Was macht den Bericht besonders, im Gegensatz zu herkömmlichen Marktberichten? 

Durch die zuvor angesprochene Primärdatenerhebung heben wir uns von vielen anderen Marktberichten deutlich ab. Diese ist mit einem enormen Aufwand verbunden, der oftmals gescheut wird. Aber nur mit dieser gesicherten Basis sind für uns verlässliche Aussagen möglich. Grundsätzlich werten wir nur die Daten aus, die uns auch tatsächlich zur Verfügung stehen. Wir berechnen keine Daten synthetisch, um bestimmte Entwicklungen abzubilden. Ein weiterer Abgrenzungsaspekt ist, dass es sich um einen rein privatwirtschaftlich finanzierten Marktbericht handelt. In anderen mit Braunschweig vergleichbar großen Städten werden solche Berichte in der Regel von der Wirtschaftsförderung beauftragt und bezahlt. Wir haben die Primärdatenerhebung komplett alleine gestemmt und refinanzieren die Kosten für Gestaltung, Druck und Verteilung der Fortschreibungen über Werbung sowie einen Zuschuss der Braunschweig Zukunft GmbH.   

Woher bekommen Sie die Informationen, die teilweise sehr branchenintern sind? 

Zum einen haben wir im Jahr 2015 zu Beginn des Projekts „Büromarktbericht für Braunschweig“ einen Unterstützerkreis aus Eigentümern, Marktakteuren und Institutionen zusammengestellt. Diese Personen liefern uns entsprechende Daten. Zum anderen schreiben wir jedes Jahr gut 200 Personen direkt an, die u. a. als Makler, Verwalter, Eigentümer oder Mieter eine direkte Verbindung zur Immobilie haben. Da wir uns über die Jahre mit der hohen Qualität des Büromarktberichts ein entsprechend gutes Renommee aufgebaut haben, unterstützen uns immer mehr Menschen. Mein direkter Draht zu vielen Marktteilnehmern hilft uns natürlich dabei. Zu guter Letzt ist es aber auch das Vertrauen welches wir als öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige genießen. Das bewegt viele Personen dazu, uns die zum Teil sensiblen Daten zur Verfügung zu stellen. 

Welche Vorteile haben Unternehmen, Stadt und Politik durch den Büromarktbericht? 

Zunächst profitieren alle davon, dass überhaupt einmal klargestellt wurde, wie es auf dem Braunschweiger Büromarkt tatsächlich aussieht. Auf dieser belastbaren Datenbasis können Entscheidungen seriös getroffen werden. Unternehmen sind oftmals als Mieter am Markt aktiv und haben durch den Büromarktbericht einen Anhaltspunkt, in welchen Bereichen der Stadt welche Miete angemessen ist. Das kann Standortentscheidungen unterstützen und bei Mietverhandlungen vor überzogenen Forderungen von Vermietern schützen. Die Immobilieneigentümer wiederum haben ein besseres Gefühl, in welchem Marktumfeld sie mit ihren Flächen unterwegs sind. Sinkende Leerstände sind bei bestehender Nachfrage ein gutes Indiz, dass bei der Miete ggf. Potential ist – wenn die Fläche den Ansprüchen des Marktes genügt. Die Stadt ist u. a. mit ihrem Auftritt auf der Immobilienmesse Expo Real bemüht, Braunschweig als Standort für Investoren und Mieter attraktiv darzustellen. Für Investoren sind aber harte Fakten die Grundlage für ihre Entscheidungen. Diese Daten und Fakten stellen wir mit dem Büromarktbericht zur Verfügung, so dass der Bericht ein ganz wesentlicher Bestandteil des Standortmarketings ist. Der Politik bietet der Büromarktbericht einen guten Einblick in das Immobiliensegment, das an der Entwicklung der Stadt einen signifikanten Anteil hat, da sich dort ein ganz erheblicher Anteil des wirtschaftlichen Handels abspielt.

Welche Entwicklungen sehen Sie auf dem Braunschweiger Büroimmobilienmarkt? 

Die vergangenen vier Jahre waren von rückläufigen Leerstandsquoten infolge einer Zunahme an Arbeitsplätzen in Braunschweig geprägt. Einhergehend mit einem relativ stabilen Gesamtbestand hat dies zu steigenden Mieten geführt. Durch das geringe Angebot an adäquaten Büroflächen werden aktuell viele Firmen in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die wirtschaftliche Situation entwickelt. Sollten sich die weltpolitischen Krisen nachhaltig auf die heimische Wirtschaft auswirken, so ist mit einem Nachlassen der Nachfrage zu rechnen. Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht feststellbar. Wie sich die Situation konkret auf den Büromarkt in Braunschweig ausgewirkt hat, sehen wir am 10. März 2020, wenn wir den 5. Büroimmobilienmarktbericht für Braunschweig der Öffentlichkeit präsentieren. 

  


ARTmax Immobilien Business gehören zu den top Gewerbeimmobilien im Großraum Braunschweig und Berlin. Unser Team, aus ausgebildeten Immobilienexperten, berät seit Jahren gewerbliche und private Kunden in allen Vermietungs- und Verwaltungsanliegen.

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